Krabat

nach der sorbischen Volkssage und Motiven von Otfried Preußler
Fassung Louis Villinger und Paul Brusa
Stadttheater Neuburg an der Donau
(Sommerakademie Neuburg)
Premiere: 18. August 2012

Regie und Bühne: Louis Villinger
Licht: Mario Liesler
Ton: Mirsada Balic, Johannes Seip
Technik: Bernhard Kugler

Mit: Mara Bodden, Paul Brusa, Fabienne Gottschall, Bernadette Graf, Amelie Hanne, Justus Hierlmeier, Maia Holzmann, Kim Mares, Laura Mares, Charlotte Mayr, Lea Rohleder, Evamaria Schiekel, Teresa Schlicker, Spohie Stolte, Eike Wunderlich


Presse:

Beeindruckende Aufführung
Beeindruckend, was man in wenigen Tagen Kinder-Theaterakademie hinbekommen kann. Da steht praktisch ein fertiges Stück auf der Bühne, das notabene seinen Werkstattcharakter zum ästhetischen Prinzip erklärt.
Aus nichts – stimmt natürlich nicht, denn da sind total spielbesessene Kinder – aus also sonst fast nichts, was zaubern: Großartig! Das Frappierende daran ist, dass relativ einfach, mit desto eindrucksvollerem Ergebnis so ziemlich alle Belange der Theaterkunst gestreift werden: Ein nacktes Blechgestell und Licht schaffen Raumtiefe, erlauben, erzwingen Bewegungsabläufe, die das zumeist schwer beherrschbare Stillstehenmüssen der jungen Darsteller geschickt umschiffen. Vielmehr werden das Statische und der Zeitraffer als raffiniertes Gestaltungselement der Inszenierung eingesetzt.
Aus farbiger Strumpfhose und bunten Stutzen wird das perfekte Bühnenkostüm. Musik, Gesang sind dabei, gruppendynamische Prozesse, inwendige Momente der Poesie und auch schon ein respektables Maß an Sprechdisziplin: Das ist im Grunde schon das (ziemlich) große Theatereinmaleins.
Gespielt wird das allseits bekannte Stück „Krabat“ von Otfried Preußler: Die Kraft der Freundschaft gegen Führerprinzip oder Liebe schafft die besten Zaubertricks. Das Ganze verpackt in eine mordsgefährliche Geschichte, die Action genauso kennt wie ganz inwendige Momente, Pädagogik wird dabei nur ganz maßvoll aufgetragen. Kurzum: Ein rundum erfreulicher Theateranlass. (…)
Josef Heumann, Donaukurier

Großes Theater, das in nur zwei Wochen vorführreif wurde. Mit der sorbischen Volkssage „Krabat“, in welcher ein Junge zum Zauberlehrling mutiert, nahm der Tag im restlos gefüllten Stadttheater seinen Anfang. Das in einem Workshop von Louis Villinger erarbeitete Stück erntete großen Applaus.
Manfred Reichl, Augsburger Allgemeine

Fotos: Tobias Winter