Glücksritter

Experiment am kalten Herzen
Stückentwicklung mit Motiven aus „Das kalte Herz“ von Wilhelm Hauff
ein Projekt der Volksbank Stendal e.G. zur finanziellen Bildung

Bürgerbühne am Theater der Altmark, Stendal
Premiere: 10. Januar 2014

Inszenierung: Louis Villinger
Ausstattung: Mark Späth, Kristin Franzl, Frances Gehne, Helena Neufeld
Regieassistenz: Anna-Lena Wötzel
Regiehospitanz: Lissy Bußmann

Mit: Begisa Ademi, Annkathrin Hannemann, Bastienne Jantoss, Vivien Menking, Josephin Mittag, Marie Neumann, Annika Schiewer, Lara Wendeborn

Peter Munk ist ein armer Köhler und träumt von einem besseren Leben – wenn er doch nur reich wäre! Und tatsächlich hat Peter Glück und wird Besitzer einer Glashütte. Doch als er sein Vermögen im Wirtshaus verspielt und er seine Schulden nicht mehr bezahlen kann, hat er plötzlich weniger als je zuvor. Da macht ihm der Holländer-Michel ein Angebot, wie er zu Geld und neuem Ansehen kommen kann. Peter greift zu und verkauft sein Herz. Ohne Mitgefühl versteht er es, seinen Reichtum zu vermehren, denn nun hat er ein Herz aus Stein. Die Beziehung zu Lisbeth, der Liebe seines Lebens, wird durch Peters Kälte aber auf eine harte Probe stellt.

»Das kalte Herz« bildet die Grundlage für dieses Stück, in dem sich Schülerinnen der BBS II Stendal im Rahmen des Spielclubs »Die Experten der Altmark« mit Fragen rund um das Thema Geld auseinandersetzen: Welche Bedeutung hat Geld für die persönliche Entwicklung? Verändert Reichtum den Charakter? Wie geht man mit viel Geld um? Und was sind wir bereit, für gesellschaftliches Ansehen zu opfern?

Die Jugendlichen stellen sich diesen Themen und haben auf der Basis von Hauffs Märchen ihr eigenes Theaterstück erfunden. Das Projekt wird durch die Volksbank Stendal e.G. ermöglicht, die so junge Menschen in besonderer Form für einen risikobewussten und verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Finanzen sensibilisieren will.
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Eine leere Bühne, ein Stuhl und wenige Ausstattungsstücke reichten aus, um den Gehalt des Geschehens durch die Darstellung der Schülerinnen im Selbsterarbeiteten Stück lebendig werden zu lassen und „an den Mann“, zu bringen. Alleine die kollektive Leistung der Spielgruppe vermittelte bereits den Gedanken, nur in der Gemeinsamkeit, im Zusammenhalt liegt die Stärke des Einzelnen. Eine Erkenntnis aus dem Spiel vermittelt, die den Märchengehalt wie selbstverständlich in die tägliche Umgebung hineinstellt.
Ulrich Hammer, Altmark Zeitung

Eine charmant-witzige Inszenierung.
Birgit Tyllack, Volksstimme

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Fotos: Susanne Moritz