SPARKLESHARK

von Philip Ridley
Premiere: 20. Mai 2011, 19 Uhr
Stadttheater Neuburg an der Donau

(von links) Mirsada Balic, Sarah Sura, Leon Nürnberger (liegend), Bastian Fuchs, Melissa Meilinger, Ismail Al-Khatib, Frences Jovanovic, Lea Habersetzer, Fabian Reichel

Regie und Bühne: Louis Villinger
Licht: Mario Liesler
Maske: Nicole Heitmeir
Regieassistenz: Nicole Lix

Theaterprojekt mit Schülern der Wirtschaftsschule Neuburg

Mit: Ismail Al-Khatib, Mirsada Balic, Bastian Fuchs, Lea Habersetzer, Frences Jovanovic, Melissa Meilinger, Leon Nürnberger, Fabian Reichel, Sarah Sura

Was tun, wenn man in der Schule zum „Opfer“ gemacht wird? Der 14-jährige Jake verkriecht sich auf das Dach eines Hochhauses und taucht ab in die Welten seiner erfundenen Geschichten. Die eigenwillige Polly findet ihn in seinem Versteck und freundet sich mit ihm an. Immer mehr Jugendliche finden den Weg zu Jakes Refugium. So kommt auch Russel „the love muscle“ mit seiner Gang, die Jake kopfüber vom Dach hängen lassen wollen. Die Situation droht zu eskalieren. Da beginnt Polly, wie Schahrsad in Tausendundeiner Nacht, eine Geschichte zu erzählen, die nach und nach alle Beteiligten in ihren Bann zieht. Jeder übernimmt einen Part in diesem Märchen. Als die Prinzessin von dem Drachen Sparkleshark entführt wird, müssen die Jugendlichen zusammenfinden, denn nur gemeinsam können sie siegen.

Presse:

Eindrucksvoll. Auf der Bühne des Stadttheaters demonstrierten die sehr engagierten Jugendlichen in packenden 60 Minuten, welch unbesiegbare Macht die Fantasie entwickeln und auch die stärksten und coolsten Typen mitreißen kann. (…)
Regisseur Louis Villinger gelingt es, mit einer kraftvollen Inszenierung des Stücks „Sparkleshark“, sein junges Ensemble in coole Typen, Außenseiter, Mitläufer, Vermittler und Freunde zu verwandeln. Die Inszenierung offenbart schonungslose Blicke hinter die Fassaden Jugendlicher. Sein und Schein verschwimmen in einer fantastischen Fabel, Toleranz wird geweckt und Vorurteile abgebaut. Uli Glaz, Augsburger Allgemeine

Die engagierten Darsteller um Mirsada Balic brachten ein lebendiges und sensibles Stück um Außenseitertum, Gruppenzwang und die Suche nach Individualität und Anerkennung auf die Bühne – inszeniert vom jungen Regisseur Louis Villinger.
Alexandra Fitzek, Neuburger Extra

Villinger gelingen einige berückende Momente, wo’s vor allem um das eine geht: mehr noch als den anderen zunächst sich selbst anzunehmen. Da vermengen sich Pädagogik und Theatralik recht wirkungsvoll: Wenn junge Menschen womöglich bei ihrer ersten Berührung mit Theater überhaupt ausgerechnet diese Rolle üben, eine Rolle aufzugeben und jetzt sie selbst zu sein. Und selbst die Coolsten auf Zuschauerseite vergessen spätestens nach einer Viertelstunde auf den Rest der Stunde glatt ihr Handy. Wenn man das nicht als Erfolg festschreiben darf: Theater schlägt Leben, und alle haben’s überlebt.
Heumann, Donaukurier